In deine Hände lege ich meinen Geist

Impuls für die kommende Woche

IMG_20200317_133023 (c) Markus Toelstede
IMG_20200317_133023
Mi 18. Mär 2020
Sabine Grotenburg

Erinnern wir uns daran, dass Jesus auf seinem Lebensweg bis ans Äußerste gegangen ist. Er stellt sich an die Seite der Kranken, Armen und Schwachen. Er wählt den den letzten Platz und gibt sein Leben hin. Am Kreuz spricht er seine letzten Worte, sie bezeugen seine Botschaft.

"Vater, in deine Hände lege ich meinen Geist" (Lk 23,44)

Jesus vertraut Gott blind. Aus seinen Worten erklingen absolutes Vertrauen und tiefste Zuversicht. Wir bauen unser Leben eben nicht nur aus unserer eigenen Kraft. In der Begegnung mit dem Kreuz können wir erfahren, dass es jemenden gibt, der trägt. Eine Erfahrung, die uns Kraft geben kann. Kraft auch in der Zeit, in der wir durch den Kampf gegen das Coronavirus eigentlich Verzweifen könnten, bestehen zu können. Die Kraft Mensch zu bleiben und Mensch zu werden. Krankheit, Quarantäne und soziale Isolierung können wir mit dieser Kraft überstehen und daran wachsen, als Menschen, als Gesellschaft und als Menschheit.

Dafür möchte ich Ihnen folgendes Gebet empfehlen:

Jesus Christus,

selbst als man dir zusetzte,

hast du niemenden bedroht, hast du verziehen.

Auch wir mögen Wege finden, zu verzeihen,

und dabei im Herzen ganz einfach bleiben.

Du bist nicht auf die Erde gekommen,

um die Welt zu verurteilen,

sondern damit durch dich, den Auferstandenen,

jeder Mensch auf einen Weg der Gemeinschaft findet.

Dich, Christus, suchen heißt:

auch in der Einsamkeit deine Nähe entdecken.

Glücklich, wer sich dir überlässt.

Glücklich, wer sich dir mit einem Herzen

voll Vertrauen nähert.

                                    (Frére Roger, Taizé)

 

 

Dieses Vertrauen und diese Zuversichte neu zu entdecken wünsche ich Ihnen für die kommenden Wochen.

 

Für das Pastoralteam

Markus Toelstede

Gemeindeassistent